Freitag, 5. Juni 2009

Mittelstandstour in Bayern

3. Mai 2009

Innovative Antriebslösungen bei Viseon

Morgens ein Besuch beim niederbayerischen Omnibushersteller Viseon in Pilsting. Ein innovativer Betrieb, der vor allem bei Trolleybussen stark ist. Eine sehr gute Möglichkeit, um CO2-Emissionen zu senken! Rund 215 Mitarbeiter arbeiten hier. Der Gesellschafter Joachim Reinmuth führt mich durch das Unternehmen, erläutert alles.

Weg von der Verbrennung

Viseon ist stark bei Bussen also Automobilen. Das ist genau mein Thema – entsprechend kann ich auch von meiner Arbeit aus dem Parlament berichten.
Mache deutlich, dass die Krise auch eine Chance bietet, nämlich den notwendigen Paradigmenwechsel weg vom Verbrennungsmotor und hin zu alternativen Antriebsmotoren einzuleiten. Hier scheint Viseon klare Stärken zu haben. Trolleybusse sind immer noch die einzige serienreife Antriebsalternative, die emissionsfrei in Innenstädten betrieben werden kann!

Besuch in der Molkerei

„Ein Paradigmenwechsel“ ist auch mein Besuch beim Milchverarbeiter Molkerei Meggle in Wasserburg. Vor allem thematisch. Mein Eindruck: ein gesunder deutscher Mittelstandsbetrieb. Und eine echte Erfolgsstory: Gegründet wurde die Molkerei 1887 und ist heute ein echter Global Player, erzählt man mir. Weltweit sind 1700 Mitarbeiter angestellt. Meggle hat eine sehr internationale Strategie. Bin beeindruckt!

Und immer wieder zu komplizierte Förderanträge

Diskutiere ein altes Problem: Meggle hat bisher noch keinen Antrag auf EU-Fördermittel gestellt, obwohl sie sicher Chancen hätten. Doch die Anträge sind zu kompliziert, das Verfahren höchst undurchsichtig. Das brandmarkt die FDP schon seit langem. Werde in der nächsten Legislaturperiode dieses Thema noch stärker verfolgen: Es kann nicht sein, dass nur die "Multis" die Förder-Euros „abgrasen“, während Mittelständler, die rund 30 Millionen Menschen in Deutschland in Lohn und Brot stellen, leer ausgehen, weil Eurokraten das Verfahren zu kompliziert gestaltet haben!

Europa-Union-Treffen in Lichtenfels

Abends dann ein Treffen mit der Europa-Union in Lichtenfels in Oberfranken. Treffe den Bezirksvorsitzenden Rainer Taubert, der Europa-Freunde aus Lichtenfels, Forchheim, Kulmbach und Kronach begrüßen kann. Sehr gute Stimmung, treffe auf ein aufmerksames Publikum. Das ist hier eindeutiges Freundesland. Berichte über die Arbeit des Europa-Parlaments. Mache deutlich, dass wir sehr sachlich und konstruktiv quer über alle Parteien diskutieren können. Natürlich setzt man sich nicht immer mit seinen Argumenten durch, doch sind Kompromisse nicht selten.

Europawahl wirft ihre Schatten

Rede auch über das Thema Europawahl. Die Menschen müssen sich mehr über die Vorteile der Eu deutlich werden, dann wäre auch eine höhere Wahlbeteiligung „drin.“ Deutschland hat dabei besonders von der europäischen Einigung profitiert: Mehr als zwei Drittel aller deutschen Exporte geht in die EU. Auch bei Sozialschutz, Lebensmittelrecht, Umweltschutz, Tierschutz und Menschenrechte haben wir weltweit Standards gesetzt. Stoße auf viel Zustimmung. Ein schöner Abschluss für einen anregenden Tag in Bayern.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Follower

 
#